Wir, der Impulse-Bürgerservice, verstehen uns natürlich in erster Linie als Beratungsstelle. Wir informieren Sie dabei über Leistungen, die Sie in Anspruch nehmen können, oder vermitteln die notwendigen Kontakte zu anderen sozialen Einrichtungen. Der Gesetzgeber hat vor Kurzem auch eine entsprechende Reform des Teilhabegesetzes beschlossen.

Das BTHG

Ende 2016 hat man in Deutschland eine umfassende Sozialreform durchgeführt, an der ein Jahrzehnt lang intensiv gearbeitet wurde. Daran beteiligt waren unter anderem Vertreter von Behindertenverbänden und Leistungsträgern, wie der Krankenkasse oder der Deutschen Rentenversicherung, Vertreter der Sozialpartner, Abgesandte des Bundes und der Länder sowie Gemeindevertreter.

Ziel der Reform war es, mehr Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderungen zu gewährleisten sowie Verbesserungen für Personen zu schaffen, die in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) arbeiten. Darüber hinaus will man durch diese Gesetzesreform auch mehr Mitbestimmung für schwerstbehinderte Menschen ermöglichen.

Eingliederungshilfe und Wohnversorgung

Bei der sogenannten Eingliederungshilfe gibt es einige Neuerungen. Bei den Hilfearten gibt es eine Trennung. Damit verfolgt man das Ziel, behinderten Menschen genau die Hilfe zukommen zu lassen, die sie benötigen. Man unterscheidet dabei zwischen der Fachleistung, die durch betreuende Personen erbracht werden, und der Unterstützung für den Lebensunterhalt. Hier steht die persönliche Unterstützung behinderter Menschen im Vordergrund. Sie sollen selbst entscheiden können, welche Hilfe sie benötigen. Das betrifft auch die Wohnversorgung. Die Entscheidung, ob ein behinderter Mensch alleine oder in einer Wohngemeinschaft leben will, wird ihm selbst überlassen. Zukünftig gibt es auch keine Unterscheidung zwischen stationären und ambulanten Wohnangeboten.

Früher wurde die Eingliederungshilfe nur an Personen ausbezahlt, die über ein geringes Einkommen und über ein Vermögen von weniger als 2.600 Euro verfügten. Seit 2017 darf jeder Empfänger von Eingliederungshilfe um 260 Euro pro Monat mehr verdienen und sein Vermögen kann bis zu 25.000 Euro betragen. Ab dem Jahr 2020 will man diese Grenzen noch weiter erhöhen.

Die meisten der Reformen traten bereits im Januar 2018 in Kraft.